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Startquartal 2009: OVB baut in schwierigem Marktumfeld Kunden- und Beraterbasis weiter aus
  • Konzernumsatz erreicht 54,6 Mio. Euro
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 4,1 Mio. Euro
  • Konzernüberschuss beträgt 3,2 Mio. Euro
  • Klassische Vorsorgeprodukte im Kundenfokus

Köln, 14. Mai 2009 – Die OVB Holding AG hat sich in einem von der Finanzmarkt-krise geprägten Umfeld alles in allem gut behauptet. „Aber auch die OVB ist keine Insel“, so fasst Michael Frahnert das 1. Quartal 2009 zusammen. „Zudem müssen die ersten drei Monate des Jahres 2009 mit den sehr starken Vorjahresmonaten konkurrieren.“

In einem erwartungsgemäß als schwierig eingeschätzten Umfeld hinterließ ein schwacher Jahresbeginn – trotz deutlicher Erholungstendenzen im März – auch bei der OVB bei Umsatz und Ergebnis Spuren. Der Konzernumsatz lag mit 54,6 Mio. Euro um 21,4 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres von 69,4 Mio. Euro. Erfreulich robust zeigte sich die Umsatzentwicklung in Deutschland, wo man mit 21,4 Mio. Euro nur 7,9 Prozent hinter dem guten Vorjahreswert von 23,2 Mio. Euro zurückblieb. In der Region Mittel- und Osteuropa führte ein massiver Einbruch beim Absatz banknaher Produkte zu einem Umsatzrückgang um 33,2 Prozent auf 21,7 Mio. Euro. Auch die Region Süd- und Westeuropa konnte sich dem Abwärts-trend nicht entziehen. Hier sank der Umsatz auf 11,6 Mio. Euro (nach 13,8 Mio. Euro im Vorjahr). Grund des Umsatzrückgangs war insbesondere die Entwicklung in Österreich: Waren die Vorjahre hier von einer Ausrichtung auf Produkte geprägt, die auf Aktien oder Immobilien basieren, ist aktuell eine deutliche Zurückhaltung gegenüber solchen langfristigen Anlageformen spürbar. Maßgeblich litt hier die Beratungstätigkeit bei Privatkunden auch unter Vertrauensverlusten, ausgelöst durch andere Marktteilnehmer.

Das operative Ergebnis der Gruppe (EBIT) sank um 59,4 Prozent auf 4,1 Mio. Euro. Beeinflusst wurde diese Entwicklung durch negative Währungseffekte, anhaltende Investitionen in den Vertrieb im Rahmen der langfristigen Wachstumsstrategie sowie durch Aufwendungen im Zuge der Europäisierung der IT. Zum EBIT des Konzerns trugen die Region Mittel- und Osteuropa 3,8 Mio. Euro bei (Vorjahr 6,6 Mio. Euro), das Segment Deutschland – weitgehend auf Vorjahresniveau – 2,7 Mio. Euro, sowie Süd- und Westeuropa 0,5 Mio. Euro (Vorjahr 2,3 Mio. Euro). Die in den ersten drei Monaten 2009 erzielte EBIT-Marge erreichte damit 7,5 Prozent.

Der Konzernüberschuss der Berichtsperiode beträgt 3,2 Mio. Euro, nach 7,8 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stellt sich auf 0,23 Euro, gegenüber 0,55 Euro im Vorjahr.

Die Zahl der Kunden entwickelte sich im ersten Quartal weiterhin erfreulich. Europaweit gewann die OVB binnen Jahresfrist 4,9 Prozent neue Kunden hinzu. Neben einer starken Konzentration auf Beratung suchende Bestandskunden hat die OVB auch in den Monaten Januar bis März die Zahl ihrer Neukunden um 11.892 Kunden erhöht; die europaweite Basis wurde von 2,773 Mio. auf 2,784 Mio. ausgebaut. Die Zahl der für die OVB tätigen Finanzberater liegt mit 4.957 etwas über der des Vorjahres (4.939). Ein registrierungstechnisch bedingter Rückgang der Beraterzahl in Deutschland zum Jahresultimo 2008 wurde im 1. Quartal von einem Anstieg der Beraterzahl abgelöst, der im weiteren Jahresverlauf anhalten wird.

Seit März 2009 sind beim Geschäftsverlauf Erholungstendenzen erkennbar. In Folge der Finanz- und Bankenkrise haben unsere Kunden Anlageverhalten und Anspruch an Beratungs- und Produktqualität deutlich verändert. Klassische Vorsorgeprodukte mit überschaubarer Komplexität sind auf dem Vormarsch. Aufgrund ihrer flexiblen Geschäftssteuerung und der engen Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierten Produktpartnern kann die OVB diesen Markttrend lückenlos begleiten.

Die OVB geht davon aus, die Talsohle erreicht zu haben, obgleich das laufende Jahr natürlich eine Herausforderung darstellt. Umsatz und Ergebnis werden 2009 aus heutiger Sicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Die OVB ist aber zuversichtlich, bei beiden Kenngrößen – gestützt auf eine verschärfte Kostendisziplin und eine weitere Erholung der Kundennachfrage – die Werte des Jahres 2007 in etwa erreichen zu können.

Über den OVB Konzern
Der OVB Konzern mit Sitz der Holding in Köln ist einer der führenden europäischen Finanzvertriebe. Seit Gründung der OVB Vermögensberatung AG im Jahr 1970 in Deutschland steht die kundenorientierte Beratung privater Haushalte hinsichtlich Vermögensschutz, Vermögensauf- und -ausbau, Altersvorsorge und Immobilienerwerb im Mittelpunkt der OVB Geschäftstätigkeit. Derzeit berät die OVB europaweit rund 2,8 Mio. Kunden und arbeitet mit über 100 renommierten Produktpartnern zusammen. Die OVB ist aktuell in insgesamt 14 Ländern aktiv, wobei gut 4.900 hauptberufliche Finanzberater für den Konzern tätig sind. 2008 erwirtschaftete die OVB Holding AG, die seit Juli 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard, ISIN DE0006286560) notiert ist, mit ihren Tochtergesellschaften Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 260,2 Mio. Euro sowie ein EBIT von 28,8 Mio. Euro.



Kennzahlen des OVB Konzerns zum 1. Quartal 2009

Operative Kennzahlen
    Einheit   Q1/2008    Q1/2009   Veränderung
Kunden (31.03.) Mio.
Anzahl
  2,65   2,78    +4,9%
Finanzberater (31.03.)   Anzahl   4.939    4.957    +0,4%
Verträge Neugeschäft Anzahl   151.999 123.576   -18,7%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio.
Euro
  69,4    54,6   -21,4%
 
Finanzkennzahlen
    Einheit   Q1/2008   Q1/2009   Veränderung
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT)   Mio.
Euro
  10,0    4,1    -59,4%
EBIT-Marge*   %   14,5    7,5    -7,0%-Pkt.
Quartalsüberschuss   Mio.
Euro
  7,8    3,2    -58,9%
Ergebnis je Aktie (unverwässert)   Euro   0,55    0,23   -58,9%
* Auf Basis der Gesamtvertriebsprovisionen

Kennzahlen nach Regionen zum 1. Quartal 2009 
 
    Einheit   Q1/2008   Q1/2009   Veränderung
Mittel- und Osteuropa
Kunden (31.03.)   Mio. Anzahl   1,66    1,77     +6,6%
Finanzberater (31.03.)   Anzahl   2.858    2.972     +4,0%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio. Euro   32,4    21,7    -33,2%
EBIT   Mio. Euro   6,6   3,8   -42,0%
EBIT-Marge*   %   20,2   17,6   -2,6%-Pkt.
Deutschland
Kunden (31.03.)   Anzahl   688.300    693.798     +0,8%
Finanzberater (31.03.)   Anzahl   1.303    1.234     -5,3%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio. Euro   23,2    21,4   -7,9%
Erträge aus Vermittlungen   Mio. Euro   17,4   15,5   -10,9%
EBIT   Mio. Euro   2,8   2,7   -6,0%
EBIT-Marge*   %   12,2   12,5   +0,3%-Pkt.
Süd- und Westeuropa
Kunden (31.03.)   Anzahl   300.900   321.250     +6,8%
Finanzberater (31.03.)   Anzahl   778   751   -3,5%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio. Euro   13,8   11,6   -16,3%
EBIT   Mio. Euro   2,3   0,5   -79,1%
EBIT-Marge*   %   16,8   4,2   -12,6%-Pkt.
* Auf Basis der Gesamtvertriebsprovisionen

  
Pressemitteilung 14.05.2009

Startquartal 2009: OVB baut in schwierigem Marktumfeld Kunden- und Beraterbasis weiter aus
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Dreimonatsbericht 2009
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