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Wirtschaftsflaute dämpft Geschäftsverlauf der OVB im ersten Halbjahr 2009
  • Gesamtvertriebsprovisionen erreichen 100,7 Mio. Euro (-24,0 Prozent)
  • Operatives Ergebnis mit 4,9 Mio. Euro deutlich unter Vorjahr (16,7 Mio. Euro)
  • Ziele für das Gesamtjahr angepasst

Köln, 13. August 2009 – Die Geschäftsentwicklung des in 14 Ländern Europas aktiven Finanzdienstleisters OVB verlief im ersten Halbjahr 2009 durchwachsen. „Wir sind sicher, dass die gegenwärtige Talsohle wieder in einen neuen Aufschwung münden wird, allein der Zeitpunkt der Wende ist noch offen“, beschreibt Wilfried Kempchen, für das Auslandsgeschäft zuständiges Vorstandsmitglied der OVB Holding AG, die aktuelle Marktsituation.

In der besonders stark von der internationalen Wirtschaftsflaute betroffenen Region Mittel- und Osteuropa sank die Vertriebsleistung des OVB Außendienstes um 34,4 Prozent auf 41,9 Mio. Euro. Vor allem die Landesgesellschaften in der Slowakei, Polen und Ungarn mussten spürbare Einbußen hinnehmen. In Deutschland erreichten die Gesamtvertriebsprovisionen 37,5 Mio. Euro, was einem Minus gegenüber Vorjahr von 9,4 Prozent entspricht. Eine positive Umsatzentwicklung der jungen Landesgesellschaften in Süd- und Westeuropa wurde durch einen stark rückläufigen Produktabsatz in Österreich überlagert, wo das Kapitalanlagegeschäft aufgrund landesspezifischer Ereignisse einbrach. Zusammengenommen verringerten sich die Gesamtvertriebsprovisionen im Konzern auf 100,7 Mio. Euro im Berichtszeitraum, gegenüber 132,5 Mio. Euro in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Das operative Ergebnis der OVB belief sich in den ersten sechs Monaten 2009 auf 4,9 Mio. Euro. Es liegt – im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang im Neugeschäft – markant unter dem Vorjahreswert von 16,7 Mio. Euro. Die Ergebnis-Marge, bezogen auf die Gesamtvertriebsprovisionen, stellte sich auf 4,9 Prozent, gegenüber 12,6 Prozent im Vorjahr. Diese Ertragslage ist nicht zufriedenstellend, liegt deutlich unter dem langjährig von der OVB erzielten Niveau und ist auf die derzeitige Ausnahmesituation in Finanz- und Realwirtschaft zurückzuführen. „Andererseits verdient die OVB auch in diesen Krisenzeiten Geld, während andere Marktteilnehmer Verluste schreiben“, gibt Finanzvorstand Oskar Heitz zu bedenken. Zu dem in diesem Sinne akzeptablen operativen Ergebnis trug das Segment Mittel- und Osteuropa 5,7 Mio. Euro bei (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro), das Segment Deutschland 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) und das Segment Süd- und Westeuropa 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Der Periodenüberschuss beläuft sich auf 3,7 Mio. Euro, nach 14,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt im Halbjahresvergleich 0,26 Euro gegenüber 1,00 Euro im Vorjahr.

Krisenzeiten bieten auch immer Chancen. Sie führen den Menschen vor Augen, wie notwendig Eigenvorsorge und -absicherung im finanziellen Bereich sind. Die Zahl der europaweit von der OVB betreuten Kunden erhöhte sich binnen Jahresfrist um 4,1 Prozent auf 2,79 Millionen. Die Zahl der für die OVB tätigen Außendienstmitarbeiter blieb mit 4.920 Finanzberatern gegenüber dem Vorjahr (4.950 Finanzberater) weitgehend stabil. Die Produktnachfrage der Kunden konzentriert sich weiterhin auf fondsgebundene Vorsorgeprodukte, auf die im ersten Halbjahr 2009 57 Prozent des Produktabsatzes entfielen.

Die geschäftliche Entwicklung der OVB wird durch die ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die im Jahr 2009 herrschen, deutlich gebremst. Sie hat daher ihre Ziele für das Gesamtjahr angepasst und rechnet nun mit Gesamtvertriebsprovisionen in einem Korridor von 190 bis 200 Mio. Euro. Das operative Ergebnis sollte sich auf mindestens 10 Mio. Euro belaufen.

Über den OVB Konzern 
Der OVB Konzern mit Sitz der Holding in Köln ist einer der führenden europäischen Finanzvertriebe. Seit Gründung der OVB Vermögensberatung AG im Jahr 1970 in Deutschland steht die kundenorientierte Beratung privater Haushalte hinsichtlich Vermögensschutz, Vermögensauf- und -ausbau, Altersvorsorge und Immobilienerwerb im Mittelpunkt der OVB Geschäftstätigkeit. Derzeit berät die OVB europaweit rund 2,8 Mio. Kunden und arbeitet mit über 100 renommierten Produktpartnern zusammen. Die OVB ist aktuell in insgesamt 14 Ländern aktiv, wobei gut 4.900 hauptberufliche Finanzberater für den Konzern tätig sind. 2008 erwirtschaftete die OVB Holding AG, die seit Juli 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard, ISIN DE0006286560) notiert ist und seit dem 22. Juni 2009 im SDAX der Deutsche Börse AG vertreten ist, mit ihren Tochtergesellschaften Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 260,2 Mio. Euro sowie ein EBIT von 28,8 Mio. Euro.

Die Ergebnisse des 3. Quartals 2009 wird die OVB am 6. November 2009 veröffentlichen.

Kennzahlen des OVB Konzerns zum 1. Halbjahr 2009

Operative Kennzahlen
    Einheit   01.01. - 30.06.2008    01.01. - 30.06.2009    Veränderung
Kunden (30.06.) Mio.
Anzahl
  2,68   2,79    +4,1%
Finanzberater (30.06.)   Anzahl   4.950    4.920    -0,6%
Verträge Neugeschäft Anzahl   297.230 252.934    -14,9%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio.
Euro
  132,5    100,7    -24,0%
 
Finanzkennzahlen
    Einheit   01.01. - 30.06.2008   01.01. - 30.06.2009   Veränderung
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT)   Mio.
Euro
  16,7    4,9    -70,7%
EBIT-Marge*   %   12,6    4,9    -7,7%-Pkt.
Konzernergebnis   Mio.
Euro
  14,2    3,7    -74,0%
Ergebnis je Aktie (unverwässert)   Euro   1,00   0,26   -74,0%

* Auf Basis der Gesamtvertriebsprovisionen

Kennzahlen nach Regionen zum 1. Halbjahr 2009 
 
    Einheit   01.01. - 30.06.2008    01.01. - 30.06.2009   Veränderung
Mittel- und Osteuropa
Kunden (30.06.)   Mio. Anzahl   1,68   1,77    +5,4%
Finanzberater (30.06.)   Anzahl   2.930   2.918     -0,4%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio. Euro   63,9   41,9   -34,4%
EBIT   Mio. Euro   12,2    5,7   -53,3%
EBIT-Marge*   %   19,1   13,6    -5,5%-Pkt.
Deutschland
Kunden (30.06.)   Anzahl   690.200   694.400     +0,6%
Finanzberater (30.06.)   Anzahl   1.252    1.301    +3,9%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio. Euro   41,4    37,5   -9,4%
EBIT   Mio. Euro   3,6    3,0   -16,6%
EBIT-Marge*   %   8,7    8,0   -0,7%-Pkt.
Süd- und Westeuropa
Kunden (30.06.)   Anzahl   307.800    322.900    +4,9%
Finanzberater (30.06.)   Anzahl   768   701    -8,7%
Gesamtvertriebsprovisionen   Mio. Euro   27,3   21,3   -22,0%
EBIT   Mio. Euro   4,1   0,9   -78,0%
EBIT-Marge*   %   15,0   4,2   -10,8%-Pkt.
* Auf Basis der Gesamtvertriebsprovisionen
  
Pressemitteilung 13.08.2009

Wirtschaftsflaute dämpft Geschäftsverlauf der OVB im ersten Halbjahr 2009
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Halbjahresbericht 2009
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